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Gefährdung an Gewässern durch Ablagerungen an Ufern

Land Steiermark Logo Wasserwirtschaft 1020KBImmer wieder muss leider festgestellt werden, dass Bereiche durch Ablagerungen an Ufern in Form von Grün- Baumschnitt, Siloballen, Holz, Schutt oder sonstigen Abfällen verunstaltet werden.

Es ist nicht nur der optisch schlechte Eindruck allein, der der Veranlassung gibt auf folgendes hinzuweisen:


Abfallablagerungen an Gewässerufern sind Umweltsünden und stellen ein beträchtliches Gefahrenpotential im Hochwasserfall dar. Die Materialien können mitgespült werden und den Querschnitt der Gewässer verengen (Verklausungen), womit ein ordnungsgemäßer Wasserabfluss nicht mehr gewährleistet ist. Durch die Verunreinigungen der Gewässer kann das Trinkwasser beeinträchtigt werden.
Die Wasserlebewesen (Kleinlebewesen bis hin zu den Fischen) können geschädigt werden. Letztlich verdrängen  die Ablagerungen auch die natürlichen Ufervegetationen und fördern stattdessen Stickstoff liebende Pflanzen wie Brennnesseln und Neophyten (eingeschleppte Pflanzen) wie das Drüsige Springkraut oder den Japanischen Staudenknöterich.
Da die Wurzeln dieser Arten den Boden nicht genug stabilisieren, kann es bei Hochwasser  leicht zu Uferabbrüchen und damit zu unerwarteten Gefahren für Unterlieger kommen. Aus all diesen Gründen sind diese Ablagerungen im Gewässerrandstreifen (Innerorts 5m Außerorts 10m) sowie auch in Biotopen rechtlich verboten.

Daher der Appell an allen Gemeindebürger, insbesondere die Uferanlieger:

Vermeiden Sie solche Umweltsünden, denn derartige Abfalllagerungen direkt an Ufern stellen zumindest eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Bußgeld geahndet werden.